What is Jacquard? - Ferguson's Irish Linen

Was ist Jacquard?

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    Wichtig ist, wenn Sie sich fragen, was Jacquard ist: Es ist kein Stoff. Es gibt Jacquardstoffe, doch Jacquard selbst ist eine Technik. Viele Textilmarken, die entweder neu sind oder noch keine Erfahrung in der Branche aufgebaut haben, oft 

    Was ist Jacquard?


    Jacquard ist eine Webtechnik, die für besonders detailreiche und komplexe Muster geschätzt wird. Die Designs werden direkt in den Stoff eingewebt und nicht – wie bei vielen heutigen Qualitäten – aufgedruckt. Das sorgt dafür, dass der Stoff wesentlich länger schön bleibt; und der Verzicht auf Druckverfahren hilft, die hohe Qualität dauerhaft zu bewahren.

    Wenn Sie Designs auf Stoff drucken, nehmen Sie in Kauf:

    • Langlebigkeit: Aufgedruckte Designs können mit der Zeit verblassen oder sich ablösen. Sind die Muster hingegen eingewebt, müssen Sie sich darüber keine Gedanken machen. Stoffe mit Druckmotiven werden langfristig durch wiederholtes Waschen sehr häufig in Mitleidenschaft gezogen.

    • Hochwertige Haptik: Stoffe mit eingewebten Mustern wirken oft kultivierter und hochwertiger als Stoffe mit aufgedruckten Designs. Zudem bieten gewebte Stoffe eine dreidimensionale Struktur, die bedruckte Qualitäten nicht erreichen.

    • Chemikalienbelastung: Bedruckte Stoffe werden häufig unter Einsatz von Chemikalien hergestellt. Chemikalienkontakt mit Ihrer Haut ist in keiner Form wünschenswert. Gewebte Stoffe sind nicht dafür bekannt, in der Herstellung aggressive Chemikalien zu benötigen; sie verlassen sich auf Garn und Webmuster, um ihre Designs zu erzeugen.

    Zusammenfassung: Jacquard ist eine Webart, bei der die Muster Teil des Gewebes sind, statt nur obenauf gedruckt zu werden – so bleibt die hohe Qualität deutlich länger erhalten, die Haptik wirkt besonders hochwertig und strukturiert, und all die fragwürdigen Chemikalien aus dem Druck entfallen.

    Wie fühlt sich Jacquard an?

    Da Jacquard seine Muster nicht aufgedruckt, sondern eingewebt trägt, spüren Sie beim Darüberstreichen keine seltsam erhabene, unruhige Oberfläche. Jacquard wirkt durch seine anspruchsvolle Optik stets edel – und fühlt sich immer weich auf der Haut an.

    Entscheidend ist jedoch die Faserart: Sie bestimmt, wie lange ein Stoff weich bleibt. Natürliche Materialien wie Leinen sind dafür bekannt, Jahrzehnte zu überdauern – und mit jeder Wäsche noch geschmeidiger zu werden. Diese Langlebigkeit ist einer der Gründe, warum Leinen herausragt, wie in Warum ist Leinen so besonders? erläutert.

    Wofür werden Jacquardstoffe verwendet?

    Sie wissen nun, was Jacquardgewebe ist – doch wo findet man es?

    1. Möbel Jacquard kann für vieles in Ihrem Zuhause eingesetzt werden. Beispiele sind Tischdecken, Servietten, Kissen und Bettbezüge. Auch in Draperien und Vorhängen ist er zu finden. Darüber hinaus wird Jacquard für Sofas oder Sessel verwendet – und sogar für Wandbespannungen.

    2. Bekleidung Jacquard findet sich auch in der Mode. Wer natürliche Stoffe auf der Haut schätzt und zugleich gewebte Dessins liebt, greift bei der Gestaltung eleganter Kleider und gemusterter Anzüge häufig zu Jacquard.

    Arten von Jacquard

    1. Damast

    Das kultivierte, „höfliche und elegante“ Familienmitglied. Damast ist meist monochrom (eine Farbe) oder Ton-in-Ton.

    • Beschreibung: Ein matter Grund mit glänzendem Muster (oder umgekehrt).
    • Kerneigenschaft: Es ist wendbar. Das Muster der Vorderseite erscheint auf der Rückseite in invertierten Farben/Strukturen.  
    • Am besten geeignet für: Formelle Tischdecken, Vorhänge und hochwertige Polsterstoffe. Wie diese Webart in echten Wohnsituationen wirkt, sehen Sie in unserer Kollektion Irische Leinen-Tischdecken.

    2. Brocade

    Wenn Damast die feine Zurückhaltung ist, dann ist Brokat das „Extra“ unter den Geschwistern. Er ist schwerer und meist mehrfarbig.

    • Beschreibung: Oft werden gold- oder silberfarbene Metallicfäden eingearbeitet; der Look wirkt verziert und erinnert an Stickerei.  
    • Kerneigenschaft: Es ist nicht wendbar. Die Rückseite zeigt meist „Floats“ aus losen Fäden, dort, wo die farbigen Garne über den Webstuhl geführt wurden.
    • Am besten geeignet für: Abendgarderobe, liturgische Gewänder und Statement-Möbel.  

    3. Matelassé

    Dies ist das „Comfort“-Jacquard, entworfen, um die Anmutung einer handgesteppten Steppdecke nachzuempfinden.

    • Beschreibung: Es hat eine charakteristisch gekräuselte, „blasige“ Oberfläche. Auch wenn es gepolstert wirkt, enthält es in der Regel keine Wattierung oder Füllung.  
    • Kerneigenschaft: Es bietet eine 3D-Struktur und bleibt dabei angenehm atmungsaktiv.
    • Am besten geeignet für: Tagesdecken, Bettüberwürfe und strukturierte Sommerblazer. Viele dieser Webstrukturen finden Sie auch in unserer Kollektion Leinen-Bettbezüge.  

    4. Tapestry

    Eine besonders robuste Jacquard-Variante, die an antike, handgewebte Wandkunst erinnert.

    • Beschreibung: Es nutzt eine enorme Vielfalt farbiger Fäden, um komplexe, bildhafte Szenen zu weben (Landschaften, florale Dessins oder historische Motive).
    • Kerneigenschaft: Sehr dick, schwer und außergewöhnlich langlebig.
    • Am besten geeignet für: Wandbehänge, schwere Polsterarbeiten und robuste Tote Bags.

    5. Cloqué

    Der Name stammt vom französischen Wort für „blasig“.

    • Beschreibung: Ähnlich wie Matelassé, jedoch leichter und unregelmäßiger. Es besitzt eine „gecrunchte“, leicht zerknitterte Optik, die durch Garne mit unterschiedlichen Schrumpfwerten entsteht.
    • Kerneigenschaft: Ausgeprägte Struktur und ein dezent kantiger, moderner Look im Vergleich zu klassischem Damast.
    • Am besten geeignet für: High-Fashion-Kleider und strukturierte Oberteile.

    6. Jacquard-Strick

    Der Rebell der Gruppe, weil er nicht auf einem Webstuhl gewebt wird – er entsteht auf einer Rundstrickmaschine.

    • Beschreibung: Dabei steuert der Jacquard-Mechanismus einzelne Nadeln und erzeugt so filigrane Muster in einem dehnbaren Stoff.
    • Kerneigenschaft: Die ganze Schönheit eines gewebten Musters – kombiniert mit der Dehnbarkeit und dem Komfort eines T-Shirts oder Pullovers.
    • Am besten geeignet für: Pullover, Leggings und „Athleisure“-Mode.

    7. Synthetischer Jacquard

    Diese Variante ersetzt Naturfasern durch Kunstfasern wie Polyester, Nylon oder Viskose. Meist ist es ein preiswerterer Stoff, allerdings auf Kosten eines hohen Chemikalieneinsatzes.

    • Beschreibung: Er nutzt denselben komplexen Webprozess, jedoch mit synthetischen Fäden – dadurch wird der Stoff günstiger.
    • Kerneigenschaft: Er ist langlebig und knittert weniger,
    • Am besten geeignet für: Polsterungen mit hoher Beanspruchung, Outdoor-Kissen und preisbewusste festliche Kleidung.

    Häufig gestellte Fragen 

    Kann man Jacquardstoff bügeln?

    Ja, Jacquardstoffe können gebügelt werden – allerdings ist es wichtig, das Bügeleisen nicht zu heiß einzustellen.

    Eine mittlere Temperatur reicht völlig aus, um die Stoffe zu glätten.

    Wichtig ist außerdem: Auch wenn es sich ausschließlich um einen Webstoff handelt (also ohne aufgedruckte Designs), bedeutet das nicht, dass er keiner Wärme ausgesetzt werden darf. Er sollte nur nicht über längere Zeit Hitze ausgesetzt werden.

    Ist Jacquardstoff ein Luxus?

    Ja, Jacquard ist ein Luxusstoff. Ein Beispiel für Jacquard ist Damast. Damast ist ein Stoff, dessen Ursprung vor 2000 Jahren in Damaskus liegt.

    Der Ursprung dieser besonderen Stoffart lag darin, arabischen Königshäusern zu gefallen und ihnen etwas Schönes für ihr Zuhause zu schenken. Der erste Damast war tatsächlich eine Tischdecke. Die Wahl der passenden gewebten Tischwäsche hängt auch von der Größe ab – mehr dazu in Welche Größe an Tischwäsche für einen 183 cm langen Tisch sollte ich wählen.

    Wie heißt Jacquardstoff noch?

    Weitere Bezeichnungen für Jacquardstoffe sind Damast, Brokat, Cloqué, Tapisserie, Matelassé

    Warum ist Jacquard so teuer?

    Ein Auto ist so teuer, weil es aufwendig gefertigt wird. Viele Unternehmen in der heutigen Textilwelt produzieren ihre Stoffe sehr schnell – jedoch mit minderwertigen Verfahren und unter Einsatz zahlreicher Chemikalien. 

    Jacquardstoffe gelten als reine Webstoffe: Die Muster, die Sie sehen, sind direkt in den Stoff eingewebt, und die unterschiedlichen Farben entstehen durch Garne in verschiedenen Farbtönen.

     

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